Aufbau der Bandscheiben

Aufbau der Bandscheibe

Die menschlichen Bandscheiben bestehen aus einem festen äußeren Ring aus kollagenhaltigen Fasern (Faserring), welcher einen mehr oder weniger weichen Kern umschließt (Gallertkern). Dieser weiche Kern besteht aus überwiegend hyalinem, weißlichem Knorpelgewebe mit hohem Wassergehalt. Bei Belastung der Wirbelsäule fängt der Bandscheibenkern durch Formveränderung die Last ab und verteilt sie gleichmäßig über den Bandscheibenraum. Ähnlich einem Stoßdämpfer wird diese Lastverteilung durch den Faserring limitiert.

Durch Belastung gibt außerdem der weiche Bandscheibenkern Flüssigkeit per Diffusion über die Grenzflächen zum Wirbelkörper (knorpelige Deckplatten) ab und nimmt diese unter Entlastung wieder auf. Der Austausch von Flüssigkeiten und von Nährstoffen sowie der Abtransport von Stoffwechselprodukten erfolgt ausschließlich per Diffusion, da die Bandscheibe ab dem frühen Kindesalter keine eigene Blutversorgung mehr hat. Die Aufrechterhaltung der Funktion ist an dieses Stoffwechsel- Gleichgewicht und die morphologische Intaktheit der Bandscheibe gebunden. Der Stoffaustausch erfordert darüber hinaus eine Wechselbelastung der Bandscheiben.